Durchbruch gelungen.

Ausbau der B224 zur A52 soll kommen.

Seit Jahrzehnten wird über den Ausbau der B224 zur A52 kontrovers diskutiert. Der VGW hat in den letzten Jahren immer wieder politische Akteure des Landes und Bundes nachdrücklich über seine Position in Kenntnis gesetzt und dabei eine Notwendigkeit des Ausbaus der überlasteten Verkehrsader unterstrichen.

Der Ausbau steht mehr als jede andere Baumaßnahme in Deutschland für eine längst überfällige Optimierung der Infrastruktur im Ruhrgebiet. Der gesamte Wirtschaftsraum wird nachhaltig profitieren, denn verbesserte Rahmenbedingungen bedeuten Wachstum, Firmenneuansiedlungen und auch sichere sowie neue Arbeitsplätze.

Das in Kooperation mit der Stadt Gladbeck und dem VGW erarbeitete Positionspapier, welches die Interessen der Öffentlichkeit und Wirtschaft vereint, ist unlängst offiziell von den Nachbarstädten Gelsenkirchen und Bottrop sowie der IHK Nord-Westfalen befürwortet worden.

Auch auf Bundes- und Landesebene wurden deutlich Signale gesetzt und man zeigte sich einzelnen Positionen gegenüber kompromissbereit. Das seitens des Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr (NRW) gemeinsam mit Land und Bund jüngst vorgelegte Konzept, fand auch im Rat der Stadt Gladbeck Mehrheiten. Der VGW begrüßt dies außerordentlich und hofft, dass den Worten Taten folgen!

Das Konzept sieht vor, dass der von Gladbecker Seite geforderte Tunnel nun doch anstelle der damals vorgesehenen Troglösung geplant wird. Für die Stadt Gladbeck eine ideale Lösung, denn die innerstädtische Verkehrsdichte wird minimiert und die Nutzungs- und Gestaltungsmöglichkeiten sind bei einer vorausschauenden weiteren Planung eine Bereicherung für das Naherholungsgebiet rund um das Wasserschloss Wittringen. Der Mitfinanzierungsanteil liegt für die Stadt bei 2 Mio. EUR. Ein Bürgervotum wird am 25.03.2012 darüber zu befinden haben.

Als verantwortliche Akteure der Wirtschaft nehmen wir zur Kenntnis, dass bei einem solchen Jahrhundertbauwerk nicht alle Interessen Gehör finden können und Kompromisse die Weichen für den Ausbau stellen werden – sogar müssen. Nach wie vor wünschen wir uns eine bessere Anbindung des Gewerbeparks Brauck und weisen nachträglich auf die Wichtigkeit einer wirtschaftsverträglichen Baulogistik hin.

Der VGW hat Vertrauen in die Entscheider und die Bürger der Stadt, ist selbst zu Kompromissen bereit und sieht der positiven Entscheidung für den Ausbau entgegen. Es muss nun endlich kommen, was längst hätte kommen müssen.