Dieter Blanck zum Neujahrs- und Wirtschaftsempfang der Stadt Gladbeck Rede des Herrn Dieter Blanck, VGW, zum Neujahrs- und Wirtschaftsempfang der Stadt Gladbeck am 21. Januar 2005
Sehr geehrter Herr Bürgermeister Roland,
meine sehr verehrten Damen und Herren,
seit dem 10. Oktober 2004 hat die Stadt Gladbeck einen neuen Bürgermeister. Wenn ich davon ausgehe, dass nach den Feierlichkeiten am Wahltag der 11. Oktober Ihr erster Arbeitstag war, sehr geehrter Herr Roland, dann sind Sie mit Ablauf des heutigen Tages genau 103 Tage im neuen Amt.
Die ersten 100 Tage, die man jeder neuen Regierung als Schonfrist einräumt, sind in dieser Woche abgelaufen.
Von Seiten des VGW und der hier versammelten Repräsentanten der Gladbecker Wirtschaft möchte ich Ihnen von dieser Stelle noch einmal sehr herzlich zu Ihrer Wahl gratulieren und Ihnen viel Erfolg wünschen.
Sie haben immer wieder betont, dass Sie zwar von einer Partei aufgestellt wurden, aber als Bürgermeister aller Gladbecker sich in erster Linie dem Wohl dieser Stadt verpflichtet fühlen.
Im Namen aller Gäste und im Namen der Gladbecker Wirtschaft danke ich Ihnen, sehr geehrter Herr Bürgermeister, ganz herzlich für die Einladung zum Neujahrs- und Wirtschftsempfang 2005 und für die guten Wünsche zum neuen Jahr. Als Vertreter des Vereins zur Förderung der Gladbecker Wirtschaft, der zusammen mit dem Einzelhandelsverband Gladbeck fast alle Wirtschaftsunternehmen dieser Stadt vertritt, ist es für mich eine große Ehre, hier im Namen aller Wirtschaftstreibenden das Wort an Sie zu richten.
Wir begrüßen es sehr, dass Sie die Tradition Ihrer Vorgänger fortführen und zum Neujahrs- und Wirtschaftsempfang einladen. Dieser Empfang ist ein sehr wichtiges gesellschaftliches Ereignis. Er bietet den Teilnehmern die Möglichkeit zur Kommunikation und zum besseren persönlichen Kennenlernen. Deshalb ist es notwendig, dass die Reden nicht zu lange dauern.
Ich werde versuchen, meinen Beitrag hierzu zu leisten.
Gestatten Sie mir, dass ich zunächst noch einmal das Wort an den Herrn Bürgermeister richte.
Nach der Wahl fragten sich viele Gladbecker Gewerbe- treibende, welche monetären Grausamkeiten der neue Bürgermeister und seine politische Mehrheit aufgrund der bekannt schwierigen Gladbecker Haushaltslage bereithält.
Sie haben uns anlässlich einer Vorstandssitzung des VGW berichtet, dass Sie die Hebesätze für die Gewerbesteuer im Jahre 2005 unverändert beibehalten wollen. Sie tragen mit dieser klugen Entscheidung dazu bei, dass die Stadt Gladbeck im Emscher-Lippe-Raum ihre mittelstandsfreundliche Politik fortsetzen kann. Dafür möchte ich Ihnen von dieser Stelle sehr herzlich danken.
Es macht uns Mut, dass Sie auch in Ihrer neuen Tätigkeit zupacken und Entscheidungen vorantreiben. In Ihrer Funktion als Leiter des Amtes für Schule und Sport haben Sie seit einigen Jahren sehr eng mit dem VGW in dem Projekt Sommercamp zusammengearbeitet.
Das Sommercamp ist eine Gemeinschaftsaktion des VGW mit der Stadt Gladbeck mit dem Ziel, schwer vermittelbaren Schulabgängern einen Ausbildungsplatz zu verschaffen. Diese jungen Leute, die sich zuvor schriftlich beim VGW für das Sommercamp beworben haben, mussten einen wesentlichen Teil ihrer Sommerferien dazu verwenden, an einer gezielten Fortbildungsmaßnahme teilzunehmen. Diese Maßnahme hatte zum Ziel, den Teilnehmern das Anforderungsprofil für den Wunschberuf zu vermitteln.
Gemeinsam mit vielen Helfern wurden so unter Ihrer Regie, Herr Roland, und unserer Geschäftsführerin, Frau Margret Lindenberg, beachtliche Erfolge erzielt.
Wir haben bereits verabredet, dass wir diese Aktion auch im Jahre 2005 fortsetzen wollen. Es versteht sich von selbst – trotzdem möchte ich es hier noch einmal hervorheben -, dass dieses Sommercamp für die Teilnehmer natürlich kostenlos ist.
Das Jahr 2004 war fast schon gelaufen; die Geschäftsbücher der Unternehmen waren geschlossen; wir alle hatten uns auf ein friedliches Weihnachtsfest und ruhige Tage bis zum Jahresausklang eingestellt, als in Südostasien das Unfassbare geschah.
Eine Flutwelle – jeder kennt sie heute unter dem Begriff Tsunami – verwüstete innerhalb von kurzer Zeit große Teile von Sumatra, Thailand, Indien und Sri Lanka. Über 200.000 Menschen haben ihr Leben verloren. Viele Millionen, die zu den Ärmsten der Armen gehören, haben ihr gesamtes Hab und Gut, ihre Lebensgrundlage innerhalb von wenigen Minuten eingebüßt.
Viele erholungssuchende Urlauber sind von den Traum- stränden der Insel Pukhet, von Kaolak und Sri Lanka nicht wieder zurückgekommen.
Warum weise ich am Neujahrsempfang der Stadt Gladbeck auf diese Ereignisse hin? Jeder von Ihnen kennt die Bilder und Berichte aus den Zeitungen.
Meine sehr geehrten Damen und Herren,
dieses Ereignis hat die Deutschen in einer Art aufgerüttelt, wie es keiner für möglich gehalten hätte. Die vielfach beschriebene soziale Kälte und die Rücksichtslosigkeit der Menschen untereinander traten in den Hintergrund.
Wir alle können stolz sein auf die Bürger unseres Landes, die es in wenigen Wochen geschafft haben, über eine halbe Milliarde Euro über die Wohlfahrtsverbände in die Krisenregion zu spenden. Die von der Bundesregierung beschlossenen Hilfsmaßnahmen sind nicht eingerechnet.
Ich möchte an diesem Beispiel aufzeigen, dass die Deutschen noch immer die Kraft und die Fähigkeit haben, aufzustehen und zuzupacken. Die Zeit ist reif, für die Gestaltung der Zukunft unseres Landes die Ärmel aufzukrempeln.
Von den drängenden Problemen unseres Landes möchte ich nur 2 aufgreifen:
1.In Deutschland liegt die Staatsverschuldung – also alle Kredite von Bund, Ländern und Gemeinden – bei derzeit 1,4 Billionen Euro. Von einer Tilgung dieser Kredite ist nicht die Rede; allenfalls sprechen Politiker davon, dass die Neuverschuldung verringert werden soll.
Am 15. Januar 2005 war in allen Zeitungen nachzulesen, dass der Bundesfinanzminister Eichel noch einmal um den unrühmlichen Titel des „Defizit-Rekordhalters“ herumgekommen sei. Es ist ihm gelungen, die Finanzierungslücke mit 39,5 Milliarden Euro unter der bisher höchsten Neuverschuldung des Jahres 1996 zu halten. Der damalige Finanzminister Waigel hatte 40 Milliarden Euro an zusätzlichen Krediten aufnehmen müssen.
Die Haushaltsführung der öffentlichen Hand unterliegt vielleicht besonderen Geheimnissen. Trotzdem ist es bemerkenswert, dass eine Volkswirtschaft dauerhaft mehr Geld ausgibt als sie einnimmt.
Würde ein Unternehmen oder ein Familienvater ähnlich wirtschaften, wäre die Kreditkündigung nur eine Frage der Zeit. Wir wissen alle, dass wir unseren Schuldenberg nicht abtragen können und verschieben damit unsere Probleme auf die nachfolgenden Generationen. Auf die wirtschaftlichen Folgen und vor allem auf die demografischen Probleme möchte ich in diesem Zusammenhang nicht eingehen.
Ich frage mich ernsthaft, welchen Spielraum hinterlassen wir unseren Enkeln?
2.Wir haben uns daran gewöhnt, dass 4,3 Mio. Menschen in unserem Lande gegenwärtig als arbeitslos registriert sind. Jeder weiss, dass die eigentliche Arbeitslosigkeit höher ist, weil Umschulungsmaßnahmen oder Vorruhestand in dieser Statistik nicht enthalten sind.
Die Emscher-Lippe-Region ist hier besonders betroffen.Gelsenkirchen steht seit Jahren in der Arbeitslosenstatistik der alten Bundesländer an der Spitze. Gladbeck verteidigt mit 5.526 Arbeitslosen, was einer Quote von 16 % entspricht, im Ruhrgebiet den 2. Platz in dieser Statistik.
Was besonders schmerzt, ist die große Anzahl von Langzeit-Arbeitslosen, die in unserer Stadt mit 2.715 angegeben wird. Alle Reformbemühungen der Schwarz-Gelben Koalition in den 90er Jahren und der Rot-Grünen Koalition seit 1998 haben keinen entscheidenden Erfolg gebracht.
Die anstehenden Probleme können nur gemeinsam von den Arbeitgebern und den Arbeitnehmern gelöst werden. Die Zeit für Muskelspiele ist für Gewerkschaften und Arbeitgeber lange abgelaufen.
Man muss ganz offen darüber reden und jeder weiß es, dass eine Vielzahl – insbesondere der Langzeitarbeitslosen – nicht arbeiten will, weil sie sich mit dem Sozialsystem arrangiert haben. Aber wir wissen auch, dass die Mehrzahl der Arbeitslosen krampfhaft nach einer Beschäftigung sucht. Dass viele Menschen an diesem Zustand zerbrechen, weil sie das Gefühl haben, sie werden nicht mehr gebraucht.
Hier müssen Politik und Wirtschaft Lösungen anbieten. Es geht nur gemeinsam. Deshalb müssen die Arbeitgeber, die Arbeitnehmer und die Politiker an einen Tisch, bevor die Wirtschaft unseres Landes vor die Hunde geht.
Ich möchte darauf hinweisen, dass 80 % der Arbeitnehmer in Deutschland im Mittelstand beschäftigt sind; eine große Zahl in Unternehmen des Handwerks und des Handels.
Das sind für unser Land treue Arbeitgeber, weil sie im Gegensatz zu den Großkonzernen nicht in der Lage sind, ihre Arbeitsplätze in Niedriglohnländer zu verlagern.
In diesem Zusammenhang müssen wir endlich damit aufhören, eine Neid-Diskussion zu führen. Als Vorstand einer Bank, die sich dem Mittelstand besonders verbunden fühlt, weiss ich, dass die Einkommen vieler Unternehmer in den letzten Jahren unter denen ihrer Mitarbeiter lagen. Ein Blick in die Insolvenz-Statistik verdeutlicht dieses eindrucksvoll. Im abgelaufenen Wirtschaftsjahr gingen in Deutschland fast 40.000 Unternehmen in die Insolvenz..
Viele Unternehmer verzichten – insbesondere bei kleinen Unternehmen – auf Entnahmen, weil sie zuerst ihre Arbeitnehmer bezahlen wollen. Viele haben in den letzten Jahren ihr Privatvermögen, ihr Einfamilienhaus belastet, um das Unternehmen mit Eigenkapital zu versorgen. Um die drohende Zahlungsunfähigkeit und somit die Insolvenz abzuwenden, haben viele Unternehmer selbst Ihre Altersversorgung eingebracht und bestehende Lebens- versicherungen gekündigt oder beliehen.
Dieser Zustand kann auf Dauer nicht so bleiben. Funktionierende Unternehmen brauchen ausreichendes Eigenkapital, und Kapital kann man nur bilden, wenn man auch Gewinne macht.
Unternehmensgewinne werden in Deutschland immer kritisch beäugt. Man denkt an Großkonzerne und Vorstandsgehälter, die das Fassbare übersteigen.
Zugegeben: Es gibt hier Ausnahmen. Aber die Gehälter der Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bank und von Daimler Chrysler sind auch für die 30 Dax-Unternehmen nicht repräsentativ. Überhöhte und durch nichts zu begründende Abfindungszahlungen wie z. B. an die Herren Esser oder Sommer haben gezeigt, wie einige Kapitalismus definieren. Die Abfindungszahlung des Herrn Sommer steht in einem krassen Missverhältnis zu der Entwicklung der Telekom- Aktie, die bekanntlich zeitweise 95 % ihres Wertes verloren hatte.
Völlig zu Unrecht werden in Deutschland Unternehmen und Unternehmer mit diesen masslosen „Raffkes“ in Verbindung gebracht.
Das gleiche gilt für Unterhaltungskünstler im Fußballsport. Wenn Herr Magat öffentlich darüber nachdenkt, dass er mit 2,2 Mio. Euro im Jahr unterbezahlt ist, und andere mittelmäßige Fußballer mit Jahresgagen von 3 und 4 Mio. € nach Hause gehen, muß die Frage erlaubt sein, ob diese Menschen nur ihre Bodenhaftung verloren haben.
Zurück zu unserem eigentlichen Problem der Arbeitslosigkeit:
Ein wirtschaftlicher Aufschwung, der sich in zusätzliche Arbeitsplätze umsetzen lässt, ist dringend zu wünschen. Er wird allerdings nicht ausreichen, die dringenden Probleme zu lösen. Mehr Fantasie in der Arbeitsplatzgestaltung, Kombi-Lohn-Modelle und gezielte Fördermaßnahmen können das Problem entschärfen. Aber auch die reichen nicht aus.
Arbeitgeber und Arbeitnehmer müssen sich auf die deutschen Tugenden besinnen. Ich sehe noch einige hier im Raum, die wissen, mit welchen Tugenden das Deutsche Wirtschafts- wunder geschafft wurde. Vielleicht sollten sich alle Verantwortlichen bei den damals Beteiligten einen Rat holen.
Wenn man die Tugenden unserer Väter preist und die Veränderungen der letzten Jahrzehnte näher analysiert, stellt man fest, dass sich die Moral im Geschäftsleben grund- sätzlich verändert hat. In unserer „Geiz-ist-geil- Gesellschaft haben viele das notwendige Augenmaß verloren. Ohne Skrupel werden Rechnungen für erbrachte Leistungen willkürlich gemindert oder überhaupt nicht bezahlt. Der Handwerker, der seine Arbeit ordnungsgemäß abgeliefert hat, muß lange auf sein Geld warten, und häufig bleibt ihm nur der Klageweg. Meist enden solche Gerichtsverfahren nach vielen Monaten oder Jahren mit einem Vergleich.
Leider ist die Zahlungsmoral der öffentlichen Hand besonders zu beanstanden. Ich habe zwar Verständnis für die Situation der Kämmerer; trotzdem halte ich eine Lösung der Finanzprobleme auf dem Rücken der Auftragnehmer nicht für einen geeigneten Weg.
Diese Zahlungsmoral, meine sehr verehrten Damen und Herren, gefährdet Arbeitsplätze.
Viele – insbesondere kleine Unternehmen – werden durch ein derartiges Kundenverhalten illiquide und enden häufig in der Insolvenz.
In etlichen Fachbereichen des Einzelhandels ist es üblich geworden, dass sich Verbraucher über hochwertige technische Geräte beraten und informieren lassen; der Kauf erfolgt später dann über das Internet. Viele Verbraucher haben auch hier kein Unrechtsbewußtsein. Großzügigerweise überlässt man dem Einzelhändler später die Service- Leistungen.
Ich kann weitere Beispiele anführen, die an dem dargestellten Ergebnis allerdings nichts ändern. Jeder von uns kann einen kleinen Beitrag auch zu mehr Menschlichkeit im Buiseness leisten. Wir sollten alle unsere Geschäftspartner so behandeln, wie wir selbst behandelt werden wollen.
Am 11. Januar dieses Jahres erschien auf einer Sonderseite der WAZ hier in Gladbeck ein Bericht über die Situation des Einzelhandels in unserer Stadt.
Unter der Überschrift „Verwaiste Läden zeugen von der konjunkturell schwierigen Lage“ ist zu lesen, dass 14 Geschäfte leer stehen, und dass B-Lagen zur Zeit nicht mehr zu vermieten sind. Dieser Entwicklung können und dürfenwir nicht tatenlos zusehen. Es ist eine Gemeinschaftsaufgabe der Gladbecker Wirtschaft – und hier insbesondere des Einzelhandelsverbandes – mit der Stadt schnellstmöglich diese Entwicklung umzukehren.
Die Attraktivität der Innenstadt muß erhöht werden. Das unter Bürgermeister Schwerhoff ins Leben gerufene Innenstadt-Forum, das Sie, sehr geehrter Herr Roland, weiterführen, muß hier kurzfristig Lösungsansätze erarbeiten.
Dieses Forum ist mit hochrangigen Vertretern aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft besetzt, die sich in erster Linie dem Wohle dieser Stadt verpflichtet sehen. Es gilt, diese Arbeit zu intensivieren, damit kurzfristig erste Erfolge sichtbar werden. Eine unattraktive Innenstadt mit vielenLeerständen führt zu einem drastischen Rückgang der Kaufkraftbindung in unserer Stadt.
Dass es – wie im bereits zitierten Zeitungsbericht nachzulesen – den Städten Castrop und Herne noch schlechter geht, ist für Gladbeck ein schlechter Trost.
Ein weiteres Dauerthema ist der Ausbau der B 224 zur A 52.
Zu diesem Thema hat anlässlich des Neujahrsempfanges am 10. Januar 2003 der Vorstandsvorsitzende des VGW, Herr Dr. Müller, ausgeführt, dass eine zügige Umsetzung dieser für unsere Region existenziellen und von höchster Priorität gekennzeichneten Maßnahmen dringend erforderlich ist.
Leider sind – trotz Landtags-Wahlkampf in Nordrhein- Westfalen – in den letzten Monaten keine positiven Signale, die eine Beschleunigung der Maßnahme erwarten lassen, an die Öffentlichkeit gedrungen.
Die bisherige Position war klar; die örtliche Politik, die Stadtverwaltung, die IHK und die Gladbecker Wirtschaft ziehen an einem Strang, und ich kann nur an alle appellieren, dass wir gemeinsam den Druck – insbesondere auf das Bundesverkehrsministerium – erhöhen.
Lassen Sie mich nun auf den Beginn meiner Ausführungen zurückkommen:
Wie schon erwähnt, hat unser Bürgermeister heute seinen 103. Arbeitstag hinter sich gebracht. Es hat uns sehr gefreut, dass er in den ersten Wochen seiner Amtszeit eineVorstandssitzung des VGW´s besucht hat. Er hat sich hier vor Ort über die Belange der Gladbecker Wirtschaft informiert. Es war von beiden Seiten ein offenes Gespräch. Sie, sehr geehrter Herr Roland, haben damit das Interesse an unserer Arbeit, an der Arbeit des VGW deutlich gemacht. Sie haben die Partnerschaft von Stadt und Wirtschaft unterstrichen.
Wir haben einen offenen Dialog und einen ehrlichen Umgang von beiden Seiten miteinander vereinbart; und wir setzen damit die bisherige geübte Praxis zwischen dem Rathaus der Stadt und der Gladbecker Wirtschaft fort.
Auf der Grundlage des kooperativen Leitbildes Stadt und Wirtschaft wollen wir gemeinsam etwas für diese Stadt und für diesen Wirtschaftsraum bewegen. Gegenseitiger Respekt,ein fairer Umgang miteinander sowie die Kraft, auch bei unterschiedlichen Ansichten für die beste Lösung zu streiten,sollen die Grundlage für die künftige Zusammenarbeit sein.
Der VGW und die Gladbecker Wirtschaft sind ein verlässlicher Partner. Wir wollen mit mehr Optimismus in das Jahr 2005 eintreten. Die anstehenden Probleme können wir nur gemeinsam lösen.
Wer den Kopf in den Sand steckt, verliert die Orientierung. Ich gehöre zwar nicht zu den Optimisten, die den Film Titanic zum 5. Mal sehen und immer noch hoffen, dass der Dampfer nicht untergeht, aber ich bin sicher, wir werden im Jahre 2005 ein gutes Stück vorankommen.
Wir müssen nur wollen – dann werden wir es erreichen!!!
Glück auf.