IHK lässt Gladbecker Unternehmen im Regen stehen!
14.10.2009 / WAZ +++ Gladbecker Unternehmen fühlen sich bei B 224/A 52 nicht mehr durch die Kammer vertreten.
Als über alle Maßen enttäuschend und einseitig gegen die Interessenslage der Wirtschaft Gladbeck’s bezeichnet Dr. Herbert Müller, Vorsitzender des VGW, die Initiative des Hauptgeschäftsführers der IHK Nordwestfalen, Karl Friedrich Schulte-Uebbing. Dieser hat in einem Schreiben an den Regionalrat für eine Resolution geworben, in der von Gladbeck erwartet wird, die von Bund und Land bzgl. der A 52 angebotene Planungsvariante zu akzeptieren und auf weitere Forderungen zu verzichten. Verzögerungen seien aus seiner Sicht nicht mehr hinnehmbar.
Nicht hinnehmbar, so Dr. Müller, sei, dass die Kammer gegen die Interessen der Unternehmerschaft einer ganzen Stadt zu Felde zieht. So werde die Gladbecker Wirtschaft nicht mit sich umgehen lassen. Es gebe genügend Vertreter aus Gladbeck in IHK Gremien und darüber hinaus weitere Kontaktmöglichkeiten, die die Kammer nicht ausreichend genutzt habe. Stattdessen habe man die Unternehmen in Gladbeck vor den Kopf gestoßen.
Der VGW unterstützt die Braucker Unternehmen in ihrem Anliegen einer verträglichen Anbindung des Gewerbegebietes innerhalb der Gladbecker Grenzen. Aber nicht nur die Braucker Unternehmen, alle Wirtschaftsunternehmen und Bürger der Stadt sind von den Auswirkungen des Projektes betroffen.
Die Position des VGW ist weiter an der Seite der Stadt Gladbeck.
Die Kammer habe sich offenbar kein Bild von den nachhaltig unerträglichen Auswirkungen der jetzigen Planung gemacht. Anders sei das Vorgehen des Hauptgeschäftsführers nicht zu verstehen.
Der VGW würde es vorziehen, für Informationen selbst oder auch vermittelnd zur Verfügung zu stehen. Ziel müsse es sein, für die Gladbecker Wirtschaft, deren Bürger und der Region eine verträgliche Lösung zu finden und Schaden zu vermeiden.
Hier müsse das Interesse der IHK liegen. Deshalb seien Bund und Land die Adressaten an die Forderungen zu richten seien.
Bei einer voraussichtlichen Bauzeit, die von unterschiedlichen Experten einmal mit 5, ein anderes Mal mit bis zu 10 Jahren eingeschätzt wird, bestehe auf der Grundlage der jetzigen Planung die Gefahr, dass Gladbeck, die dort ansässige Wirtschaft und die Region im Chaos versinke. Dies hat auch unübersehbare Auswirkungen auf alle Bürger der Stadt Gladbeck. Das könne auch unter Einbeziehung überörtlicher Interessen nicht die Intention der Kammer sein.
Es gebe erheblichen Gesprächsbedarf und der VGW wünsche sich, dass die IHK dieses Gespräch suchen werde.