Arbeitskreis Ruhrgebiet
Im September 2005 wurde auf Anregung eines langjährigen Mitglieds der Arbeitskreis Ruhrgebiet gegründet. Eine kommissarische Workgroup analysiert den IST-Zustand des Wirtschaftsraumes Ruhrgebiet. In insgesamt vier Sitzungen wurden auf Datenbasis des RVR, des Instituts für Raumentwicklung Dortmund, diverser EU Erhebungen sowie eigener Recherchen die Grundlagen für die weitere Vorgehensweise gelegt. Ziel des Projektes ist die Revitalisierung der Region Ruhrgebiet sowie die Stärkung der Wahrnehmung „Marke Ruhrgebiet“ für potenzielle Investoren aus dem In- und Ausland. Insbesondere konnte man nach Sichtung des Datenmaterials die Erkenntnis gewinnen, das es ein ausgewogenes Verhältnis von Industrie- und Dienstleistungsunternehmen bedarf (derzeit 70:20), damit das Ruhrgebiet als Ballungszentrumsregion wieder wirtschaftlich an Stärke gewinnen kann.
Gerade vor dem Hintergrund des langatmigen Strukturwandels ergibt sich durch das Wegfallen der Montanindustrie ein dringender Handlungsbedarf, welcher sich aus den kommunalen Arbeitslosenstatistiken sowie der Feststellung der Einsparung von Forschungs- und Entwicklungsgeldern ableiten lässt. Darüber hinaus stellte der Arbeitskreis fest, dass sich das Ruhrgebiet mehr als Metropolregion platzieren muss, um die einzelnen Stärken der Region mehr im Sinne eines positiven Images kommunizieren zu können. Die Workgroup gab die Empfehlung an den VGW-Gesamtvorstand, das Projekt unter Einbeziehung von Industrieunternehmen weiterzuentwickeln. So konnten über den geschäftsführenden Vorstand des VGW weitere renommierte Industriepartner für die Bearbeitung des Projektes gewonnen werden.
Im März 2006 trafen sich daraufhin 10 Industrieunternehmen aus dem Ruhrgebiet, um die Ansiedlungsfaktoren zu definieren. Die Auswertung zeigte das Potenzial unseres Wirtschaftsraumes, in dem mehr als 60 Millionen Menschen in weniger als vier Stunden über das Verkehrsnetz zu erreichen sind. Im nächsten Schritt werden die verschiedenen Akteure aus Politik, Wirtschaft und Verbänden mit den gesammelten Erkenntnissen aus dem Arbeitskreis versorgt, damit ein transparenter Informationsfluss gewährleistet ist. Zusätzlich werden die Akteure aus dem genannten Kreis zu VGW Vortragsveranstaltungen eingeladen, damit auf höchster Ebene dringende Handlungsfelder diskutiert werden können. Den ersten Beginn stellten die Veranstaltung mit Herrn Klink (RVR Direktor) und Herrn Landesminister für Bau und Verkehr Oliver Wittke dar. Ihr großes Interesse zeigte uns, dass wir mit unserem mittel- bis langfristig angelegtem Projekt auf dem richtigen Wege sind. So sollen auch in Zukunft die Kompetenzträger unserer Region mit den Vorstellungen der Wirtschaft für ein starkes Ruhrgebiet konfrontiert werden.
Wir freuen uns auf Ihre Anregungen und Ihre Unterstützungen.